Diabetes und Nährstoffe: Fette
Fett ist als Energielieferant unverzichtbar und neben Kohlenhydraten und Eiweißen einer der wichtigsten Grundnährstoffe für den Menschen. Fettsäuren sind für den menschlichen Körper essenziell, vor allen Dingen weil sie fettlösliche Vitamine im Körper transportieren und binden. Dazu gehören unter anderem die lipophilen (fettliebenden) Vitamine der Gruppen A, D, E und K. Enthält man diese über längere Zeit dem Körper vor, so können Mangelerscheinungen auftreten. Aus diesem Grund ist es wichtig eine fettarme, aber keine fettlose Ernährung zu haben.
Menge und Qualität entscheidend
Fett ist der wichtigste Energieträger und -speicher für den menschlichen Organismus. Ein Gramm Fett versorgt unseren Körper mit neun Kilokalorien. Im Gegensatz zu Kohlenhydraten kann der Körper dieses unbegrenzt speichern. Dies ist jedoch gleichzeitig auch der Grund, warum man bei einer ausgewogenen Ernährung auf Fette zwar keinesfalls verzichten, diese aber auch nur in Maßen zu sich nehmen sollte. Durch die hervorragenden Eigenschaften als Geschmacksträger nehmen gerade die Menschen in den Industrienationen eher zu viel Fett über die Nahrung auf als zu wenig. Gespeichert wird das Fett in erster Linie in den ungeliebten Fettdepots sowie im gesamten Unterhautfettgewebe. Bei einer dauerhaft zu fetten Ernährung führt dies zu Übergewicht und Adipositas und kann weitere zum Teil schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Pro Tag sollten deshalb nicht mehr als 70 Gramm Fett aufgenommen werden.
Beim Fett unterscheidet man auf der einen Seite die gesättigten Fettsäuren, welche der menschliche Körper auch selbst produziert und auf der anderen Seite die einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, welche dem Körper nur über die Nahrung zugeführt werden können. Hierbei nehmen die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren noch eine Sonderrolle ein.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind die gesättigten Fette, die gerade heutzutage in vielen Fertigprodukten enthalten und somit auf dem Nahrungsmittelmarkt stark vertreten sind, ungünstig. Sie begünstigen neben Herz-/Kreislauferkrankungen auch Krankheiten wie Asthma, Neurodermitis oder auch Gelenkrheuma und Diabetes. Das Problem liegt besonders darin, dass wir zu viele gesättigte Fette von außen aufnehmen, obwohl der Körper diese bereits produziert.
Anders sieht dies bei den ungesättigten Fettsäuren aus. Diese müssen dem menschlichen Organismus über die Nahrung zugeführt werden. Darunter fallen auch Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die besondere Funktionen im menschlichen Körper einnehmen und dringend benötigt werden. Omega-3-Fettsäuren findet man unter anderem bei Fischarten wie Makrelen, Hering oder Lachs. Die Omega-6-Fettsäuren dagegen stammen aus pflanzlichen Quellen wie verschiedenen Samen- und Getreidearten, beispielsweiße Sojabohnen. Tierische Fette enthalten in der Regel überwiegend gesättigte Fettsäuren, pflanzliche Fettquellen weisen dagegen vermehrt einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf.
Diabetiker und Omega-3
Omega-3-Fettsäuren nehmen bei der Prävention von Typ-1 Diabetes eine wichtige Rolle ein. Studienergebnisse der University of Colorado deuten daraufhin, dass eine Ernährung, die im Bereich der Fette reich an diesen Säuren ist, Hochrisiko-Patienten vor Typ-1 Diabetes schützen könnte. Laut Studie konnte so das Risiko für Typ-1 Diabetes bei den Teilnehmern um 37 Prozent reduziert werden.
Die Fettsäuren sind vor allen Dingen in Fisch, bestimmten Pflanzenölen, Nüssen und Vollkornprodukten enthalten. Sie haben auf die Blutzuckereinstellung keine direkte Auswirkung, sind jedoch wie alle Fette generell mit Vorsicht zu genießen. Nicht ohne Grund gilt Übergewicht als einer der Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung eines Typ-2 Diabetes. Die individuelle Fettaufnahme sollte deshalb gerade bei Diabetikern immer von einem Arzt bestimmt werden.
Quellen (www.lebensmittellexikon.de; www.vitanet.de; www.netdoktor.de)





